Fußball – Afrika-Cup 2010 in Angola

16 Mannschaften kämpfen in vier Gruppen 2010 um den begehrten Pokal

22.11.2009 Andre Gierke

Der Afrika-Cup ist der wichtigste Nationen-Wettbewerb im Fußball auf dem Kontinent. 2010 treffen die Mannschaften in Angola aufeinander.

1957 wurde der Afrika-Cup ins Leben gerufen. Seit 1968 findet die Afrikameisterschaft alle zwei Jahren statt. In diesem vom afrikanischen Fußballverband CAF ins Leben gerufene Fußballturnier wird der kontinentale Meister ausgespielt. Bei afrikanischen Spielern genießt der Afrika-Cup einen großen Stellenwert. Alle zwei Jahren verlassen die Stars die europäischen Topligen, um sich den Traum vom Gewinn des Pokals zu erfüllen. 2010 ist Angola erstmals Gastgeber des Afrika-Cups. Vom 10. Januar 2010 bis 31. Januar 2010 wird die 27. Auflage der Afrikameisterschaft ausgetragen. Die Spiele werden in Luanda, Benguela, Cabinda und Lubango ausgetragen. Insgesamt 16 Mannschaften haben sich für die Endrunde qualifiziert. In Luanda fand die Auslosung der Gruppen statt.

Gastgeber Angola eröffnet den Afrika-Cup 2010

Angola, Mali, Malawi und Algerien treffen in Gruppe A aufeinander. Angola wird am 10. Januar 2010 gegen Mali das Turnier eröffnen. Für Angola der erste Härtetest. Als Gastgeber musste sich die Mannschaft nicht für den Afrika-Cup qualifizieren, sondern war automatisch gesetzt. Mali hat sich als Dritter der WM-Qualifikationsgruppe 4 gerade so qualifiziert. Neun Punkte gelangen dem Team aus sechs Partien. Nur vier Zähler hatte Malawi am Ende auf seinem Konto. Trotzdem reichte es am Ende zu Platz drei in Gruppe 5. Ein anderes Kaliber ist Algerien. Die Mannschaft gewann ihre Qualifikationsgruppe noch vor Ägypten und kann zweifellos als einer der Mitfavoriten des Afrika-Cup 2010 gerechnet werden. Algerien gewann 1990 das Turnier.

Elfenbeinküste die aktuell wohl stärkste Mannschaft

In Gruppe B treffen Elfenbeinküste, Burkina Faso, Ghana und Togo aufeinander. Die Elfenbeinküste ist eine besten Mannschaften Afrikas. Das Team gewann zwar erst einen Titel (1992), ist aber gespickt mit Topstars und in den letzten Jahren immer stärker geworden. In der Qualifikationsgruppe 5 siegte die Elfenbeinküste überlegen (5 Siege, 1 Unentschieden) vor Burkina Faso, auf die sie im Afrika-Cup 2010 nun erneut treffen. Ghana scheint seine stärkste Phase hinter sich zu haben. 1982 holten sie zuletzt den Afrika-Cup, gewannen aber ihre Qualifikationsgruppe 4. Togo wurde in Gruppe 1 Dritter.

Titelverteidiger Ägypten duelliert sich mit Nigeria

Ägypten, Nigeria, Mosambik und Benin messen sich in Gruppe C. Ägyten hat drei der letzten sechs Turniere für sich entschieden und dominiert die letzten afrikanischen Wettbewerbe. In Nigeria treffen sie auf einen starken Gegner, der Gruppe 2 gewann. Allerdings hatte Nigeria seine beste sportliche Phase Anfang der Neunziger, als man unter anderem den Afrika-Cup 1994 gewann. In Gruppe 2 spielte zudem Mosambik, das sich als Dritter für den Afrika-Cup qualifizierte. Nicht zu unterschätzen ist Benin, das in Gruppe 4 hinter Ghana landete.

Fünf Afrika-Cup-Titel in Gruppe Vier

In der Gruppe D treffen Kamerun, Gabun, Sambia und Tunesien aufeinander. Kamerun ist die seit Jahren wohl konstanteste Mannschaft Afrikas. Von 1984 bis 2002 siegten die Löwen gleich vier Mal den Afrika-Cup. Die Qualifikationsgruppe 1 gewann Kamerun mit vier Punkten Vorsprung. Dahinter landete Gabun. Nun wieder Gegner 2010. Sambia landete in der Gruppe 3 hinter Algerien und Ägypten auf Platz drei. Letzter im Bunde ist Tunesien, das die Afrikameisterschaft 2004 gewann, das in Gruppe 2 Zweiter wurde.

Nicht beim Afrika-Cup 2010 vertreten sind die ehemaligen Titelträger DR Kongo (1968, 1974), Äthiopien (1962), Republik Kongo (1972), Marokko (1976), Südafrika (1996) und Sudan (1970).

Die beiden Gruppenbesten qualifizieren sich für das Viertelfinale. Ab dieser Runde werden die Spiele im KO-System ausgetragen. Das Finale findet am 31. Januar 2010 in Luanda statt. Rekordsieger ist Ägypten mit sechs Afrikameisterschaften vor Ghana und Kamerun (jeweils vier). Ägypten könnte mit dem siebenten Erfolg den dritten Afrika-Cup-Gewinn in Folge perfekt machen.

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